Mögliche Einführung der Grundsteuer C
Lösung oder Populismus
Der politische Gedanke dahinter ist grundsätzlich richtig!
In Dettenhausen gibt es gefühlt viel zu viele Baulücken. Tatsächlich handelt es sich um eine sehr hohe zweistellige Zahl. Wenn alle diese Baulücken „aktiviert“ werden könnten, müsste kein Bauland auf der „grünen Wiese“ mehr ausgewiesen werden.
Das könnte sein, ist aber nicht so einfach wie es dieser plakative Satz erscheinen lässt. Jedes Grundstück hat seine Geschichte und am Ende entscheiden trotzdem allein die Eigentümer darüber, was mit Ihrem Grundstück geschieht.
Viele haben gute Gründe dafür, ihre Grundstücke nicht zu verkaufen oder zu bebauen. Dies gilt es auch zu akzeptieren. Die Idee, dass diese dann massiv dafür zur Kasse gebeten werden sollten, ist rechtlich extrem kompliziert und mit sehr viel Aufwand verbunden. Der entsprechende Hebesatz müsste aufgrund der in der Relation dann doch wenigen Fälle sehr hoch sein, damit überhaupt die Kosten für den Verwaltungsaufwand gedeckt werden könnten.
Das Ziel Baulücken durch die Einführung der Grundsteuer C zu aktivieren, halte ich nach zahlreichen Gesprächen mit den betroffenen Grundstückseigentümern nicht für realisierbar. Eine erhöhte Abgabe dafür, durch die neue Steuer, am Ende unverhältnismäßig. Daher spreche ich mich klar dagegen aus, die Grundsteuer C in Dettenhausen einzuführen.